- Gemeinschaftlich mit Jung und Alt wohnen
Die Wohninitiative ist eine Gemeinschaft von Menschen und Individualisten, die ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen will. 2008 stellten wir uns zum ersten Mal auf der Infobörse für gemeinschaftliches Wohnen im Frankfurter Römer mit einem Flyer vor, der die Grundsätze unseres geplanten Zusammenlebens darstellte und deutlich macht.
Mit ungefähr 30-40 Menschen unterschiedlichen Alters unter einem Dach zu wohnen, sehen wir als eine ideale Größe an. Dazu gehören Familien mit Kindern, alleinerziehende Eltern; also Menschen in einer Altersgruppe vom Säugling bis zum alten Menschen. Auch Menschen mit körperlichen Behinderungen sind willkommen. Dabei sei auf die Integration einer Wohngruppe für demenzkranke Menschen besonders hingewiesen.
- Sozialverträgliche Mieten erreichen
Das Wohnen als Mieter in einer Genossenschaft bietet Vorteile für alle. Unterschiedliche Einkommen können zu gestaffelten Mieten führen und ermöglichen ein menschenwürdiges selbstbestimmtes Wohnen bis ins hohe Alter. Eine ausreichende Anzahl von öffentlich geförderten Wohnungen soll vorhanden sein.
Die Auswahl der Mieter/innen selbst treffen
GEWAGT e.V. will die Auswahl der Mieter/-innen selbst treffen, damit die Ziele unserer Satzung verwirklicht werden können.
- Unter einem Dach und in eigener Wohnung leben
Selbst gewählte Nachbarschaft ermöglicht Nähe und Distanz zugleich. Eine Hilfe auf Gegenseitigkeit und Unterstützung wird durch die räumliche Nähe wesentlich erleichtert. Die Tür einfach schließen zu können, hat auch seine Vorteile und erleichtert zugleich für andere Menschen da zu sein. Ein Besucherappartment ermöglicht das Leben auch in kleineren Wohnungen.Im Gemeinschaftsraum kann man zum Beispiel mit Anderen sprechen, singen, tanzen, Musikmachen, Theaterspielen, Feste feiern und Vorträge hören.
- Barrierefrei im Sinne von "Komfort für alle Generationen" wohnen
Wichtige Merkmale sind Schwellenfreiheit und ein Aufzug. Kinderwagen, Rollator, Dreirad, Rollstuhl, Geh- und Walkingstöcke sollen im Wohnprojekt von Jung und Alt problemlos zu nutzen sein. Barrierefreie Laubengänge und Gemeinschaftsräume fördern Begegnungen und Kommunikation.
- Bei körperlichen und geistigen Einschränkungen im vertrauten Wohnumfeld bleiben und uns gegenseitig helfen
Von der gegenseitigen freiwilligen Hilfe als Modell einer verlässlichen Nachbarschaft sollen Kinder, Eltern und alleinlebende Ältere gleichermaßen profitieren. Oft sind es die frischen Brötchen vom Bäcker und die aktuelle Tageszeitung aus dem Briefkasten, die Lebensqualität für Ältere verbessern helfen. Fahrdienste zum Arzt oder zum Einkaufen können selbst organisiert werden. Eltern und Kinder werden bei den Hausaufgaben unterstützt. Es gibt eine Notfallbetreuung für Kinder. Wir wollen nicht, dass kranke und demenzkranke Nachbarn in anonymen Heimen leben, sondern in einer ambulant betreuten Demenz-Wohngemeinschaft im Haus als normale Mieter wohnen und von Pflegefachkräften rund um die Uhr betreut werden können. An der Betreuung wollen wir uns zusätzlich ehrenamtlich engagieren.
- Im Quartier sozial und kulturell aktiv sein
Wir planen ein Wohncafé mit einem Gemeinschaftsraum und wollen unsere Kompetenzen bei Kunst, Kultur und sozialen Aktivitäten für die Bewohner und die direkte Nachbarschaft im Wohnquartier einbringen. Zum Kontakt und besserem Kennenlernen dienen Feste und Feiern, die wir gemeinsam organisieren. Eine Krabbel- und Spielecke kann Kindern Raum geben.
- Mit unserer Umwelt schonend umgehen
Die Baukonstruktion unseres Hauses soll einen hohen energetischen Standard haben. Carsharing und E-Mobile helfen mit, die Umwelt zu schonen und eine kleinere Anzahl von Parkplätzen bereitstellen zu müssen. Zum Beispiel benötigen 10-12 demenzkranke Bewohner keinen Parkplatz. Überdachte und sichere Stellplätze für Fahrräder sollen vorhanden sein. Die Hausmeisteraufgaben und die Gartenpflege werden von Freiwilligen aus der Bewohnerschaft übernommen werden.